GEMA unterzeichnet Lizenzvertrag mit YouTube

Production Music und GEMAfreie Musik für Industrie-, Werbe- und Imagefilme
Musik aus der Proud Music Library für Industrie- und Imagefilme

 

Unter Dach und Fach

Die GEMA und YouTube haben einen Lizenzvertrag unterzeichnet. Beide Seiten haben sich nach sieben Jahren Zoff nun auf Konditionen einigen können. Die Vereinbarung gilt ab dem 1. November 2016 und läuft bis zum 30. April 2019. Der Vertrag deckt auch die Zeit nach dem April 2009 (sog. vertragsloser Zustand) ab, was die GEMA zum Abschluss des Lizenzvertrages zur Bedingung gemacht hat. Somit können rückwirkend Tantiemen für Mitglieder (Komponisten, Texter, Bearbeiter, Verlage) ausgeschüttet werden.

 

Was steckt drin?

Die GEMA wird zunächst an den Werbeerlösen prozentual beteiligt. Auch für zukünftige Abonnementerlöse erhält sie einen Anteil. Für den Zeitraum ab April 2009 gibt es eine Minimumgarantie. Aufgrund einer Vertraulichkeitsklausel ist über die Vergütung öffentlich nichts bekannt. Allerdings müßte wohl die GEMA gegenüber den Mitgliedern Zahlen nennen, aufgrund der sie ausschüttet.

YouTube wird der GEMA zur Abrechnung Nutzungsmeldungen übermitteln. Die aus der Musiknutzung erzielten Erträge werden dann gemäß dem Verteilungsplan der GEMA (pdf) an die Mitglieder verteilt.

 

Da war doch noch der Rechtsstreit Youtube vs. GEMA?

Kurz und knapp: Das Verfahren wird beigelegt. Dies gilt zum einen für die Revision des Unterlassungsverfahrens vor dem OLG Hamburg aus dem Jahre 2015. Aber auch das Schadensersatzverfahren (eine Revision gegen das Urteil des OLG München, 2015) wird beigelegt. Die bereits ergangenen Urteile werden nicht rechtskräftig, was jedoch nicht das Urteil zu den sog. GEMA-Sperrtafeln berührt. Dieses bleibt rechtskräftig, da die Wirksamkeit von der Vereinbarung unberührt bleibt.

YouTube geht nach wie vor davon aus, dass keine Verpflichtung zum Abschluss eines Lizenzvertrages besteht. Dem gegenüber vertritt die GEMA weiterhin die Auffassung, dass YouTube Lizenzschuldner ist und nicht etwa der User, der ein Video hochlädt. D.h., dass es nach wie vor eine unklare Rechtslage gibt. Allerdings gibt es bereits seit 2013 durch einen Rahmenvertrag klare rechtliche Verhältnisse zwischen der GEMA und Online-Plattformen wie Spotify, Amazon, GooglePlay, AppleMusic etc..

 

Entfallen jetzt alle Sperrtafeln?

Es kommt darauf an. Grundsätzlich entfallen sie zwar, jedoch nicht für Rechteinhaber, wie etwa Plattenlabel oder Verlage, die den Einsatz ihrer Musikwerke untersagen. Außerdem können auch weiterhin Videos von Rechteinhabern über bspw. das Content-ID-System gesperrt werden. Das ist dann der Fall, wenn User einfach Musik – also Tonaufnahmen – verwenden ohne eine Nutzungslizenz (insbesondere Einräumung des Herstellungsrechts bzw. Werkverbindungsrechts) hierfür erlangt zu haben. Das Herstellungsrecht räumen in der Regel Musikverlage ein. Genaueres hierzu hier!

Weitere Informationen finden Sie unter www.gema.de/youtube.

 

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Update: Wo finde ich Musik für Videos?

Die Wellenform des Musiktitels "Buccaneers" aus der Proud Music Library
Die Wellenform des Musiktitels „Buccaneers“ aus der Proud Music Library

Musiktitel aus der Proud Music Library dürfen in Videos einsetzt werden und auf Videoplattformen zum Streamen hochgeladen werden. Bei werblichen Einsatz bitte die Lizenz „Advertising (online)“ wählen. Werbung ist jede Verkausfördernde Maßnahme zum Absatz eines Produktes (Ware oder Dienstleistung). Bei GEMA-Repertoire fallen sog. GEMA-Gebühren an, die an die GEMA entrichten müssen. Allerdings sieht die GEMA die Betreiber der Plattformen als „Sender“ an. Demnach stellt die GEMA die Forderungen an die Betreiber der Videoplattformen. Um hier rechtlich auf sicherem Boden zu stehen, empfiehlt es sich direkt bei GEMA bezügl. Nutzung von Musik in Videos, die auf Video-Portalen hochgeladen werden sollen, nachzufragen.

Zwischen dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) und der GEMA ist im Dezember 2013 ein Gesamtvertrag geschlossen worden, der die Nutzung des GEMA-Repertoires im Rahmen von Musikstreaming-Angeboten regelt, sofern diese werbefinanziert sind. Von der Einigung betroffen sind die vom VPRT vertretenen Online-Video-Plattformen (bsw. MyVideo, Clipfish, tape.tv oder Putpat). Der Vertrag gilt rückwirkend zum 01.01.2013. Der Vertrag regelt:

– tarifliche Vergütung nach Dem Tarif VR-OD 9 der GEMA für werbefinanzierte Streamingangebote
– Nachlass in Höhe von 20% (siehe hierzu den Artikel „YouTube-Rivalen-bekommenTarif Nachlass bei Gema„)
– VRPT-Mitglieder müssen Video-Abrufe der GEMA melden
– VRPT-Mitglieder verpflichten sich Unidentified Content (und insbesondere User Generated Content) via Software zu erkennen
– Durch lange Laufzeit ermöglicht die GEMA den VRPT-Mitglieder eine Planungs- und Rechtssicherheit

Hierzu auch: Die GEMA will sich dafür einsetzen, dass das Einbetten von Youtube-Videos auf Drittseiten GEMA-pflichtig werden soll und ein Artikel auf welt.de

Sehen was mit unserer Musik gemacht wird: Proud Music Library Channel auf Youtube

Es ist nicht neu, dass Musik unsere Stimmung und Wahrnehmung beeinflusst. Kein Wunder also, dass in Werbung und Trailern großer Wert auf die Musik gelegt wird. Und wenn die Musik dann auch noch zum Werbespot passt, kann sie durchaus die Überzeugung von einem Produkt verfestigen. Über 22.000 Tracks (Stand: Okt. 2012) können in der Proud Music Library nach Genres und Schlagwörtern durchsucht werden. Auf unserem Youtube-Channel haben wir drei Playlists mit Werbefilmen zu den Bereichen Games, Film & TV, Produktvideos & Trailer und Imagefilme & Firmenpräsentationen eingerichtet, die alle (teilweise) GEMAfreie Titel aus unserer Bibliothek lizensiert haben. Die Playlists werden natürlich Stück für Stück ausgebaut.

1. Games, Film and TV with music from Proud Music Library

2. Advertising spots with music from Proud Music Library

3. Corporate films with music from the Proud Music Library

Produktfilm Mitsubishi Electric mit Musik aus der Proud Music Library


In diesem Produktfilm der Fa. fourofakind GmbH wird die Bandbreite der verschiedenen Projektoren von Mitsubishi Electric aufgezeigt. Schwerpunkt: Home Cinema.

 

Hier kam der GEMAfreie Musiktitel „Symphonic Electricity“ von Andreas Lutz zum Einsatz. Für den Mitternachts-Chill mit einem dezenten Groove, intelligente Riffs, thementreu sowie mit einer hintergründiger Spannung

 

Proud Music versorgt das Making-of für die „Drei gegen CO2“-Aktion von Sharp Solar, Q-Cells und MTV mit Musik

Proud Music versorgt das Making-of für die „Drei gegen CO2„-Aktion von Sharp Solar, Q-Cells und MTV mit Musik aus der Proud Music Library. Zum Einsatz kamen u.a. „Watching Actors on Stage„, „Summer I“ (beide Frank Herrlinger) und „Business 1“ (Martin Adam),

Referenz: Mediabüro Hamburg

Standard-Lizenz

Die Standard-Lizenz ist die gängige Basislizenzierung eines Titels aus der Proud Music Library und unter anderem geeignet für folgende Nutzungsarten:

  • Online-Nutzung (z.B. Hintergrundmusik auf Homepages)
  • Imagefilm / Produktfilm
  • Einspielung von Filmen in Videoportale (youtube, sevenload, myvideo, clipfish, revver etc.)
  • redaktionelles TV
  • Corporate TV
  • IPTV / Video on Demand
  • DVDs in in Auflagen bis 1000 Einheiten
  • usw.

Jegliche Nutzung gestattet mit Ausnahme Neulizenzierung (CD-Audio), Computerspiele, höhere Auflagen als 1000 Einheiten und Werbespots. Ausgehend von der Standard-Lizenz gibt es Upgrade-Pfade, z.B. auf die Reproduction Lizenzen für größere Auflagen.

proud-music-logo.jpg

Sind die Online-Nutzungsrechte in der Standard-Lizenz enthalten?

Man kann Filme, die im Rahmen einer Standard-Lizenz mit Musik unterlegt sind, auch im Internet online verfügbar machen, sofern dies nicht in werblicher Absicht geschieht. Beispiel: Einsatz eines Image- oder Produktfilms auf der Firmen-Homepage, Film zur Mitarbeitermotivation, Film für Pressekonferenz. Dies sind alles nicht-werbliche Anwendungsbereiche, da damit keine verkaufsfördernde Maßnahme verbunden ist.

Dies Standard-Lizenz gilt ausdrücklich auch für IPTV, Mobile und IPBroadcast, d.h. die Nutzung in Video on Demand (VOD)-Angeboten.

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Wird ein Film verkaufsfördernd eingesetzt, müßte a) die Online-Advertising-Lizenz erworben werden und damit b) die Standard-Lizenz für die Nutzung auf Video-Plattformen bzw. für sog. Drittseiten zu werblichen Zwecken erweitert werden.